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Ekzem
Entzündung
Erkältung
Empfängnisverhütung

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Ekzem

Die Bezeichnung Ekzem wird nicht für eine bestimmte Krankheit verwendet, sondern benennt vielmehr ein Symptom: eine Unverträglichkeitsreaktion der Haut, die sich hauptsächlich als Entzündung ("Dermatitis") bemerkbar macht - die Haut an dieser Stelle rötet sich, nässt, juckt, und der Juckreiz löst einen Kratzreflex aus.
Durch das Kratzen wird die Haut zusätzlich geschädigt: innerhalb von Tagen oder auch Wochen entstehen Bläschen oder Schuppen - das ist der Beginn eines Teufelskreises, denn die irritierte Haut juckt noch stärker.

Ekzeme können überall auftreten: im Gesicht ebenso wie an den Händen oder an der behaarten Kopfhaut, und sie stellen die häufigsten Hautkrankheiten dar.

Dass sich die Haut entzündet, kann verschiedene Ursachen haben: mechanische Einwirkungen wie häufiges Händewaschen ebenso wie bestimmte Substanzen (etwa Chemikalien) oder allergische Reaktionen auf bestimmte Stoffe auch eine Überfunktion der Talgdrüsen und eine Überwucherung mit einem Hefepilz können Ursache für Hautentzündungen sein.

Ekzeme sind gutartige, nicht ansteckende Erkrankungen, die aber chronisch werden können. Auf der durch die Entzündung geschädigten Haut können sich Bakterien besonders leicht festsetzen. Hartnäckige Infektionen sind dann oft die Folge. Die Behandlung ist je nach Ekzemart unterschiedlich, besteht aber grundsätzlich einerseits in der Behandlung der Entzündung, andererseits im Wiederaufbau und der Pflege der betroffenen Hautpartien und der Bekämpfung des Juckreizes sowie gegebenenfalls in der Ausschaltung jener Stoffe, die zu der Unverträglichkeitsreaktion geführt haben.

Meist können durch gewissenhafte Hautpflege Probleme erst gar nicht auftreten und verhindert werden.

Entzündung

"Rheuma" ist weder eine Diagnose noch eine spezielle Krankheit, sondern ein Oberbegriff: Im engeren, medizinischen Sinn werden damit oft die entzündlichen Systemerkrankungen des "rheumatischen Formenkreises" gemeint. Es handelt sich dabei um Entzündungs-erkrankungen, die bevorzugt die Innenhaut der Gelenke (Synovialis), manchmal aber auch die Blutgefäße und die inneren Organe betreffen. Die genaue Ursache der verschiedenen entzündlichen Rheuma-Erkrankungen ist noch weitgehend unbekannt. Gemeinsam ist diesen seltenen Krankheiten aber, dass sich das Immunsystem gegen Strukturen des eigenen Körpers richtet (Autoimmunerkrankung) und die entstehende Entzündung - wenn sie unbehandelt bleibt - zur allmählichen Zerstörung des betroffenen Gelenks oder Organs führt.

Erkältung

Die Verkühlung wird wie die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen. Meist ist zunächst die Schleimhaut der Nase betroffen und man hat Schnupfen. Später folgen Entzündungen der Halsschleimhaut mit Heiserkeit und Halsweh, der Rachenmandeln und/oder der Luftwege der Lunge (Bronchitis; Husten). Häufig kommt es zu Sekundärinfektionen mit Bakterien. Die Erkrankung tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten auf, ist normalerweise harmlos und dauert rund eine Woche. Erwachsene haben durchschnittlich zwei- bis viermal im Jahr mit einer Erkältung zu kämpfen, Kinder sind im Mittel fünfmal betroffen. Von den auftretenden Beschwerden hält zumeist der Husten am längsten an.

Wie entsteht eine Erkältung?
Eine Abkühlung der Finger, Zehen, Nase oder Ohren in der kühleren Jahreszeit begünstigt - wahrscheinlich über eine Herabsetzung der Immunabwehr - die Entwicklung einer Virusinfektion. Es existieren über 100 verschiedene Viren, die eine Erkältung auslösen können. Der Erreger wird dabei via Tröpfcheninfektion, etwa durch Niesen oder Husten, übertragen. Die Eintrittspforten sind Nasen- und Rachenschleimhaut. Ein Übergreifen der Infektion auf Nebenhöhlen und Bronchialschleimhaut (Bronchitis) ist möglich. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen ein bis drei Tage (Inkubationszeit). Da Erkältungsviren mehrere Stunden auf der Hautoberfläche überleben, ist es wichtig, sich nach dem Putzen der Nase die Hände gründlich zu waschen. Bei einer Begrüßung per Händedruck gelangen die Viren sonst auf ihr nächstes Opfer, das sich beim Reiben der Augen oder Naseputzen infiziert.


Welche Symptome treten auf?
Die Nase brennt und beginnt zu laufen. Zunächst kommt wässrig-klares Sekret, das in weiterer Folge dickflüssig und grüngelb wird. Aufgrund der angeschwollenen Nasenschleimhäute ist das Atmen durch die Nase erschwert. Auch ein Druckgefühl in den Ohren kann hinzukommen. Zu Beginn der Erkrankung fühlt man sich oft müde und niedergeschlagen - leichtes Fieber kann einsetzen und Husten hinzukommen. Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen sind möglich. Wie stellt der Arzt die Diagnose? Die Diagnose wird anhand der beschriebenen Symptome gestellt. Normalerweise geht man bei einer Erkältung jedoch nur zum Arzt, wenn Komplikationen auftreten. Etwa elf Prozent der Besucher in einer Arztpraxis klagen über Erkältungsbeschwerden.

Was können Sie selbst tun?
Sind nur typische Erkältungssymptome gegeben und klingt die Erkrankung nach ein bis zwei Wochen ab, ist ein Arztbesuch nicht unbedingt erforderlich. Allgemein sollten Sie sich körperlich schonen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen. (beispielsweise heißen Tee) Nasentropfen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und erleichtern so das Atmen. Sie sollten jedoch nicht länger als zehn Tage angewendet werden. Dampfinhalationen lassen die Nasenschleimhäute ebenfalls abschwellen. Versuchen Sie, mit hoch gelagertem Kopf zu schlafen. Raucher sollten ihren Nikotinkonsum während der Erkältung zumindest deutlich einschränken, um eine weitere Reizung der Schleimhäute zu vermeiden. Werfen Sie gebrauchte Papiertaschentücher sofort weg und waschen Sie sich nach dem Schnäuzen die Hände, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen.

Wie kann man eine Erkältung vermeiden?
Vermeiden Sie es, sich im Gesicht zu berühren, nachdem Sie Kontakt mit einem erkälteten Menschen hatten. Halten Sie, wenn möglich, Abstand zu erkälteten Personen. Achten Sie auf gründliche Hygiene der Hände. Dies gilt sowohl für Erkältete als auch für Personen, die mit diesen in Kontakt stehen. Vermeiden Sie Kälte und Feuchtigkeit. Maßnahmen wie regelmäßige Saunabesuche oder Kneipp-Kuren scheinen die Abwehrkräfte des Körpers gegenüber Erkältungskrankheiten zu stärken. Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.

Empfängnisverhütung

Die verschiedenen Verhütungsmethoden unterscheiden sich deutlich in ihrer Anwendbarkeit und Zuverlässigkeit. Das Prinzip der Empfängnisverhütung ist jedoch relativ einfach: Der Prozess der Befruchtung besteht darin, dass eine Eizelle nach ihrer Reifung (Ovulation) im Eileiter mit einer Samenzelle verschmilzt. Die befruchtete Eizelle nistet sich danach in der Uterusschleimhaut ein (Implantation) und wächst zu einem Zellenverband heran, womit die Schwangerschaft beginnt. Das Verhüten einer Empfängnis oder das Abwenden einer Schwangerschaft ist also dadurch zu erreichen, dass man in diesen Prozess eingreift. Dies kann geschehen, indem man entweder die Ovulation, die Befruchtung oder die Implantation verhindert, was auf verschiedene Art erfolgen kann:

1. Man verhindert das Reifen und Freisetzen einer Eizelle in den Ovarien („Pille", Ovulationshemmer).

2. Man verzichtet auf Koitus, wenn eine reife Eizelle wahrscheinlich vorhanden ist (Messung der Basaltemperatur, Rhythmus-Methode).

3. Man verhütet, dass Spermien in die Vagina gelangen (Unterbrechen des Geschlechtsverkehrs, „Koitus interruptus"; Präservativ, Kondom).

4. Man verhindert, dass lebensfähige Spermien aus der Vagina in die Gebärmutter gelangen (Spermizide; Pessar, Diaphragma).

5. Man verhindert die Implantation der befruchteten Eizelle (Spirale; die „Pille danach", „morning-after pill").

6. Man verhindert, dass die Eizelle durch den Eileiter gelangt (Tubenligatur).

7. Man verhindert, dass das Ejakulat Samenzellen enthält (Vasektomie). Die hier aufgeführten Verhütungsmethoden sind das Ergebnis langer, intensiver Beobachtungen von Fortpflanzungsabläufen. In den meisten Fällen werden Medikamente oder Chemikalien angewandt sowie spezielle Gegenstände und Vorrichtungen, wie zum Beispiel ein Thermometer oder ein Kalender. In jedem dieser Fälle greift menschliche Überlegung in den natürlichen Ablauf ein. Empfängnisverhütung ist so immer Ergebnis einer bewussten Entscheidung, die bestimmte Naturgesetze benutzt, um andere außer Kraft zu setzen.


Im Falle einer Sterilisation (also bei Vasektomie und Tubenligatur) bedarf es sogar eines chirurgischen Eingriffes. Auch für die „Pille", die Pille für „den Morgen danach", Pessare und Intrauterinpessare bedarf es einer ärztlichen Untersuchung und Verordnung. Die Basalternperatur-Methode bedarf zumindest ärztlicher Anleitung. Hierzu gibt es aber inzwischen auch brauchbare Literatur. Drei Methoden der Schwangerschaftsverhütung können ohne fremde Hilfe angewandt werden: Koitus interruptus, Kondome und Spermizide.

Einige Verhütungsmittel sind verschreibungspflichtig, da ihre unkontrollierte Anwendung gefährlich sein kann. Das gilt heute vor allem für Ovulationshemmer (die „Pille"). In jedem Fall ist es ratsam, über die Art der Verhütungsmethode gemeinsam mit dem Arzt zu entscheiden. Solche Beratungen bieten auch Institute für Familienplanung und Kliniken an.

Vernünftig und sicher ist die Anwendung eines Kondomes, da es auch vor HIV und anderen Infektionen schützt. Die Apotheke bietet verschiedenste Produkte an, die alle gewünschten Anforderungen erfüllen.

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