Erste Hilfe aus der Apotheke


Akute Notfälle können sich überall ereignen: Ein Unfall, eine Naturkatastrophe, eine plötzliche körperliche Schwäche, ein Krampfanfall, Schwindel, Atemnot, eine Schnittwunde, Verbrennungen, Bauchschmerzen und vieles mehr. Die Liste der Notfälle ist lang und sie betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens. Nicht nur Unfälle sondern auch verschiedenste Erkrankungen können innerhalb kürzester Zeit so tief greifende Veränderungen der Organfunktionen und deren Zusammenarbeit bewirken, dass das Überleben des Gesamtorganismus gefährdet ist. Ziel der Ersten Hilfe ist es, das Überleben zu sichern und den Schaden für den Betroffenen so gering wie möglich zu halten.

Notfallsituationen erfordern eine qualifizierte Erstversorgung, die auf der Grundlage einer fundierten Ausbildung in der Ersten Hilfe durchgeführt werden. Der Apothekerin und dem Apotheker kommt hierbei aufgrund ihrer Ausbildung eine besondere Funktion und Verpflichtung zur Hilfestellung zu. Die Apotheken sind oft die ersten Anlaufstellen in Sachen Erste Hilfe beziehungsweise bei der Versorgung von kleinen Verletzungen.

Die Apothekerinnen und Apotheker können professionell einschätzen, ob die Versorgung von Verletzungen oder Erkrankungen an Ort und Stelle durchgeführt
werden kann oder ob die Therapie eines Arztes unverzüglich zu erfolgen hat. Die Apotheke führt alle notwendigen Präparate und Verbandstoffe, die für die Erstversorgung erforderlich sind.

Darüber hinaus ist die Apotheke heute ein moderner Nahversorger, bei dem es um viel mehr geht als nur um die Abgabe von Arzneimitteln. Die Apotheke wird immer mehr zum Gesundheitszentrum. Jahr für Jahr werden in den 1.230 Apotheken in Österreich rund 100 Millionen Kundengespräche geführt. Persönliche Beratungen, für die sich die Apotheker und Apothekerinnen viel Zeit nehmen. Ein Beratungsgespräch dauert vier bis zehn Minuten. „Nicht selten“, erzählt eine Apothekerin aus der täglichen Praxis, „wird daraus eine halbe Stunde.“

 

Gesund bleiben mit der Apotheke

Ob es um die ideale Reisevorsorge geht, die Wechselwirkung von Arzneimitteln, meine maßgeschneiderte Impfvorsorge, die korrekte Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln oder einen auf die körperliche Verfassung abgestimmten Plan für regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung: Die akademisch ausgebildeten Arzneimittelfachleute in den Apotheken beraten individuell und kompetent.

Wer seinen Blutdruck messen, eine Gewichtskontrolle durchführen lassen, sich das Rauchen abgewöhnen will oder einfach wissen möchte, wogegen er geimpft werden sollte, ist in der Apotheke bestens aufgehoben. Für diese Vorsorgemaßnahmen und Therapievorschläge brauchen sich Patienten nicht extra anzumelden.

Neben den herkömmlichen Serviceleistungen haben sich viele Apotheken ein zweites, spezielles Standbein geschaffen. Wer sich näher mit den Angeboten moderner Apotheken befasst, wird aus dem Staunen nicht herauskommen: Die eine Apotheke lockt mit einem riesigen Kräutergarten, eine andere mit den verschiedensten Substanzen für die mehr als 2000 Jahre alte Aryurveda- Heilkunde. Eine dritte gilt als Anlaufstelle für Hobbysportler und bietet neben Spezialberatungen ausgewählte Eiweißpräparate, Elektrolytgetränke und Vitaminkuren an, und eine vierte hat sich der Dermatologie verschrieben und nimmt die Haut ihrer Patienten unter die Lupe. Doch eines haben alle Apotheken gemeinsam: In Notfällen leisten sie selbstverständlich Erste Hilfe. Die Bereitschaft zur Hilfeleistung ist für die Apothekerinnen und Apotheker eine menschliche Verpflichtung, der sie mit großer Sorgfalt nachkommen.

Apotheke. Eine Frage der Gesundheit. www.apotheker.or.at

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