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Bauch
Bauchverletzung
Beatmung
Bewusstlosigkeit
Bienenstich
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Borreliose
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Bauch

Verletzungen im oder am Bauch können durch stumpfe Gewalteinwirkung entstehen, auch dann, wenn man keine offene Wunde sieht. Unfälle, die zu einer solchen Verletzung führen können, sind z. B. ein Sturz auf eine Stuhlkante oder eine Fahrrad- oder Tretroller-Lenkstange. Das Tückische bei diesen Verletzungen ist, dass Schmerzen manchmal nicht sofort auftreten, sondern erst nach Stunden oder auch erst Tage nach dem Unfall. Auch bei äußerlich harmlos wirkenden Bauchverletzungen kann eine innere Blutung durch Leber- oder Milzverletzung bestehen.

Was tun bei Bauchverletzungen?

- Fragen Sie den Verunglückten genau nach dem Unfallhergang. Bedenken Sie dabei, dass der Unfall schon einige Zeit zurückliegen kann.
- Der Patient soll sich hinlegen - lassen Sie ihn dabei selbst über die bequemste und schmerzärmste Lagerung entscheiden.
- Prüfen Sie, ob äußere Verletzungszeichen am Bauch sichtbar sind.
- Besteht ein Schock, rufen Sie den Notruf . Einen Schock- Zustand erkennen Sie an kaltem Schweiß auf der Haut, rasendem Pulsoder sehr langsamem Herzschlag und/oder Hautblässe - lesen Sie dazu die Tipps zum Thema "Schock".
- Ist der Bauch verletzt, fahren Sie auf jeden Fall zu einem Arzt oder ins Krankenhaus.

Beatmung und Herzdruckmassage

Minuten entscheiden

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Stromunfall, massiver Blutverlust, Unterkühlung oder ein allergischer Schock können zu einem Atem-Kreislaufstillstand führen.

„Dieser besteht, wenn ein Mensch auf äußere Reize nicht mehr situationsgerecht reagiert und weder Atmung noch Kreislauf feststellbar sind. Bei Atem-Kreislaufstillstand ist das Herz nicht mehr in der Lage, die lebenswichtigen Organe mit Blut und damit mit Sauerstoff zu versorgen". Dieser Mensch ist schutz- und hilflos.

Direkt mit Beatmung und Herzmassage beginnen.
(Üben Sie das Auffinden des Pulses beim gesunden Menschen)

Atem-Kreislaufstillstand führt zum Tod, wenn nicht innerhalb weniger Minuten Beatmung und Herzdruckmassage durchgeführt werden. Wenn der Helfer am reglosen Patienten weder Atmung noch Kreislaufzeichen (husten, schlucken oder Brustkorbbewegungen) festgestellt hat, ist rasches und richtiges Reagieren gefragt. Fehlende Atmung und fehlender Kreislauf müssen ersetzt werden.

Rufen Sie um Hilfe, damit zumindest ein weiterer Helfer vorhanden ist. Sind zwei Helfer beim Patienten, so ruft einer die Rettung, der andere beginnt damit, die fehlende Atmung durch Beatmung zu ersetzen und die Herzdruckmassage durch zu führen. Schnell beengende Kleidungsstücke entfernen und die Mundhöhle inspizieren. Ev. Blut, Erbrochenes, Schleim und Zahnprothesen entfernen. Danach wird der Kopf gerade gerichtet und nach hinten überstreckt um die eventuell zurückgesunkene Zunge hochzuheben und eine freie Atmung zu ermöglichen.

Die in den letzten Jahren erfolgte wissenschaftliche Kritik an der Beatmung hat zu Veränderungen geführt. So heißt es in den neuen, aktualisierten Leitlinien des Wiederbelebungsrates, dass Ersthelfende sich auf Herzdruckmassage beschränken können, wenn sie sich vor der Beatmung scheuen. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung von 15 zu 2 auf 30 Massagen zu
2 Beatmungen erhöht worden.

Die geltenden Empfehlungen für die Wiederbelebung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Findet sich ein leblos erscheinender Patient, sollte man ihn zunächst laut ansprechen und vorsichtig schütteln. Wenn keine Reaktion kommt, gilt es um Hilfe zu rufen und dann sofort die Atemwege frei zu machen. Danach muss die Atmung durch Sehen, Hören und Fühlen überprüft werden. Ist diese in Ordnung, dann genügt die „Stabile Seitenlage“. Wirkt sie aber nicht normal, ist spätestens zu diesem Zeitpunkt unbedingt der Notruf zu verständigen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen.

Für die Herzdruckmassage wird der Patient auf eine harte Unterlage- am besten auf den Boden- gelegt. Der Helfer kniet seitlich von ihm und legt den Handballen einer Hand auf die Mitte der unteren Hälfte des Brustbeins auf, ohne mit den Fingern den Brustkorb zu berühren. Der Handballen der anderen Hand wird darüber gelegt. Bei gestreckten Armen wird nun rhythmisch so starker Druck auf das Brustbein ausgeübt, dass dieses vier bis sechs Zentimeter niedergedrückt wird. Der Brustkorb muss dabei gleichmäßig be- und entlastet werden. Die Handballen dürfen dabei nicht abgehoben werden. Die Herzdruckmassage ist gleichmäßig in einer Frequenz 100 Mal pro Minute durchzuführen. Es werden 30 Herzdruckmassagen durchgeführt, dann zwei Beatmungen 30 Herzdruckmassagen usw." Ist ein Defibrillator vorhanden soll dieser eingeschaltet und die Anweisungen des Gerätes befolgt werden.

Die Beatmung erfolgt folgendermaßen: Der Kopf des Patienten wird nach hinten überstreckt. Die Hand des Helfers die am Kopf liegt, verschließt mit Daumen und Zeigefinger die Nase des zu beatmenden. Den Unterkiefer anheben und den Mund des Patienten leicht öffnen. Normal einatmen und die Luft langsam in den Mund des Patienten blasen. Dabei wird beobachtet ob sich der Brustkorb des Patienten bewegt. Nach den Atemspenden ist mit der Herz- Druck- Massage fortzufahren.

Die Mund- zu Nase- Beatmung erfolgt in der gleichen Weise nur dass in diesem Fall der Mund mit der Hand verschlossen wird und die Atemspende durch die Nase des Patienten erfolgt.

Beatmung und Herzdruckmassage müssen solange fortgesetzt werden bis wieder Atmung und Kreislaufzeichen zu erkennen sind, ist dies nicht vorher der Fall, dann bis zum Eintreffen der Rettung."

Wer angesichts dieser Beschreibung glaubt, dass die Kenntnisse der „Ersten Hilfe“ nicht ausreichen, findet eine Auswahl an entsprechenden Kursen und diese sollten auch besucht werden.

Wer den Empfehlungen folgen will, aber vor der Mund- zu- Mund- Beatmung zurückschreckt, kann sich mit einem Schutztuch ausrüsten. Dieses erlaubt im Ernstfall die Atemspende hygienisch und sicher durchzuführen. Ein sauberes Taschentuch hilft auch, perfekt jedoch ist eine Beatmungsmaske. Ein gut sortierter „Erste Hilfe“ Koffer sollte ein Schutztuch oder eine Beatmungsmaske enthalten.

Die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit
Unter stabiler Seitenlage versteht man eine spezielle Lagerung bei bewusstlosen Patienten. Diese Lagerung schützt den Bewusstlosen vor Verstopfung der Atemwege durch seine eigene Zunge, Speichel oder Erbrochenes. Eine korrekte Seitenlage durchzuführen lernen Sie am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs!

Wann sollten Sie einen Menschen in die stabile Seitenlage bringen?
Bei Bewusstlosigkeit - Atmung und Herzschlag sind normal, aber der Verunglückte reagiert nicht auf Ansprache. Wenn Sie Beine oder Arme hochheben, sind diese ganz schlaff.

Bei Säuglingen und Kleinkindern :
- Legen Sie das Kind auf den Bauch.
- Drehen Sie den Kopf auf die Seite.
- Öffnen Sie den Mund des Kindes.

Beim Erwachsenen oder dem Kind ab etwa drei Jahren:
- Knien Sie an der Seite des auf dem Rücken liegenden Patienten.
- Heben Sie die Hüfte des Verunglückten etwas an und schieben Sie den auf der Helferseite liegenden Arm unter seine Hüfte.
- Das Bein auf der Helferseite anwinkeln, so dass der Fuß auf dem Boden steht.
- Den zweiten Arm auf der dem Helfer gegenüberliegenden Seite auf die Brust legen.
- Fassen Sie den Patienten an der Ihnen gegenüberliegenden Schulter und Hüfte und drehen ihn zu sich her auf die Seite.
- Die oben liegende Hand unter das Kinn schieben, den Kopf dabei vorsichtig leicht nach hinten biegen, den Mund öffnen.
- Den unteren Arm hervorziehen, so dass der Verunglückte nicht mehr darauf liegt.
- Überprüfen Sie die Atmung, korrigieren Sie gegebenenfalls die Kopfhaltung. Vorsicht, wenn eine Wirbelsäulenverletzung zu befürchten ist. In diesem Fall soll ein Helfer den Kopf mit dem Körper mitbewegen.

Bienenstich:

Sie sehen eine rundliche rote Verletzung, in der noch der Stachel steckt - Bienenstachel haben Widerhaken und bleiben deshalb in der Haut stecken.
- Wenn Sie nicht darin geübt sind, sollten Sie die Entfernung des Stachels einem Arzt überlassen.

siehe allergische Reaktion

Bisswunden

stammen meist von Tieren oder anderen Kindern. Sie sind praktisch immer mit Keimen verschmutzt (auch wenn es nicht so aussieht) und müssen besonders sorgfältig behandelt werden. Bei Hundebissen beim Halter des Tieres unbedingt Information über die Tollwutimpfung einholen. (Impfbuch des Tieres dem Arzt vorlegen)

Bluterguss:

- Vorsichtig beengende Kleidungsstücke (Schuhe, Strümpfe) oder Ringe und Armbänder von einer verletzten Hand entfernen. Eine Schwellung kann rasch größer werden und späteres Ausziehen schmerzhaft oder unmöglich machen.
- Bei Verletzungen an Armen und Beinen zuerst das unverletzte Körperteil und dann vorsichtig das verletzte Glied vom Kleidungsstück befreien.
- Die Verletzung genau betrachten : Bestehen verdächtige Beulen, Schwellungen oder sogar eine offene Wunde? Offene Wunden mit Kompressen aus dem Verbandkasten verbinden oder abdecken (sauberes Handtuch).
- Bei deutlich sichtbarer Fehlstellung an Arm oder Bein : Rufen Sie den Notruf an!
- Liegt keine deutlich sichtbare Fehlstellung vor : Machen Sie kalte feuchte Wickel, oder kühlen Sie die Stelle mit einem Kühlkissen, mit zerstoßenem Eis oder tief gefrorenen Erbsen in einer Plastiktüte (in ein Tuch einwickeln).
- Kälte hilft, den Bluterguss klein zu halten, und lindert Schmerzen. Der Verunglückte sollte die Kühlung als angenehm empfinden.

Die Borreliose

Borreliose, die zweite Zeckenkrankheit, wird durch Bakterien ausgelöst. In Europa gibt es gegen diese Erkrankung noch keine Impfung, allerdings kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Insbesondere Geimpfte fühlen sich vor Zeckenkrankheiten oft in absoluter Sicherheit, zu Unrecht, denn Borreliose ist deutlich häufiger als FSME. Es wird angenommen, dass bis zu 50 Prozent aller Zecken das Bakterium in sich tragen und auf den Menschen übertragen können.

Die drei Phasen der Borreliose
Drei Tage bis vier Wochen nach dem Zeckenstich entsteht an der betreffenden Stelle der Haut eine Rötung, deren Durchmesser sich auf bis zu zehn Zentimeter vergrößert. Bei weiterer Ausdehnung blasst die Rötung in der Mitte ab und es entsteht ein roter Ring. Diese Haut-erscheinung kann sich noch lange weiter ausdehnen und "herumwandern", aber auch spontan ausheilen.

Später kann es zu einer diffusen Rötung der Haut mit allgemeinen Beschwerden wie Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen sowie einer Bindehautentzündung, Lymphknoten-Schwellungen am ganzen Körper und Nervenentzündungen kommen.

Bei der chronischen Erkrankung bestehen Gelenksbeschwerden, Nervenentzündungen sowie bläuliche Verfärbung der Haut, Pigmentflecken, dünne und durchsichtige Haut. Unbehandelt bleibt die Krankheit über Jahre bestehen.

In jedem Stadium ist die Erkrankung mit ärztlich verordneten Antibiotika behandelbar. Je später die Behandlung einsetzt, umso wahrscheinlicher sind Dauerschäden.

Ob geimpft oder ungeimpft: Kontrollieren Sie die Biss-Stelle bis zu vier Wochen lang täglich und suchen Sie einen Arzt auf, falls Rötungen oder Haut - Veränderungen auftreten.

Brandwunden

entstehen durch offene Flammen wie Kerzen, Feuerzeuge, Kohleöfen oder offene Kamine. Kleidung aus leicht entflammbaren Kunstfasern vergrößert die Gefahr (bereits beim Kauf der Kleidung auf Brennbarkeit achten. Baumwolle und Wolle sind nur schwer entflammbar).
Auch Knallkörper (Silvester!) können Verbrennungen verursachen.
Egal ob Brandwunden aufgrund von Verbrennungen oder Verbrühungen entstanden sind, die richtigen Sofortmassnahmen:
siehe Verbrennung

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