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Meniskusverletzung
Mundverletzung
Mund-zu-Mund Beatmung
Mund-zu-Nase Beatmung

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Meniskusverletzung

Einriss oder Riss einer der beiden halbmondförmigen Knorpelscheiben im Knie, meist des Innenmeniskus. Häufige Verletzung bei jungen Sportlern, bei älteren Patienten auch aufgrund verschleißbedingter Vorschäden nach Bagatellverletzungen, wie z.B. Verdrehen des Knies beim Aussteigen aus dem Auto.

Beschwerden
- Gehen und Stehen oft noch möglich, jedoch Gefühl der Instabilität
- Blitzartig einschießende Schmerzen innen oder außen am Knie.
- Schmerzen an der Innen-, seltener an der Außenseite des Kniegelenks, besonders nach einem Sturz oder Verdrehen des Knies

Sofort bei starken Schmerzen nach einem Sturz oder nach Verdrehen des Knies, die Gehen oder Stehen unmöglich machen zum Arzt bzw. in eine Klinik. Die meisten Risse werden im Rahmen einer Gelenkspiegelung operiert, um Spätschäden wie eine Arthrose zu vermeiden. Die Operation führt fast immer zu besten Ergebnissen mit Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit.

Ein Einriss des Meniskus kann verschieden starken Schmerz verursachen, bitte ebenfalls vom Arzt abklären lassen:

- Manchmal Streck- oder Beugehemmung (Blockierung), „als ob etwas klemmt“
- Schwellung des betroffenen Knies, oft nur gering ausgeprägt

Mundverletzung

Kinder fallen häufig auf das Gesicht, da besonders kleineren Kindern
eine schnelle Abwehrreaktion mit den Armen nicht gelingt. Aber auch Erwachsene können sich nicht immer schützen. So können
Zahnverletzungen entstehen. Sie sehen eine Blutung aus der Mundhöhle. Es gibt unterschiedliche Arten von Zahnverletzungen. Die Zähne können herausfallen, herausgeschlagen werden oder in den Kiefer hineingedrückt werden. Bei Zähnen, die komplett aussehen, besteht die Möglichkeit sie wieder einzusetzen, so dass die Zähne wieder einheilen können. Eine Kieferverletzung kann durch einen Sturz auf das Kinn entstehen. Der Patient klagt über Schmerzen beim Mund öffnen oder ist nicht in der Lage, den Mund vollständig zu öffnen.

Was tun bei Zahn- oder Kieferverletzungen?
Fordern Sie den Verunglückten auf, den Mund weit zu öffnen. Klagt er dabei über Schmerzen oder ist er nicht in der Lage, den Mund ganz zu öffnen?
- Schauen Sie sich Verletzungen in der Mundhöhle genau an: Fehlt ein Stück eines Zahnes oder ein ganzer Zahn?
- Wenn ja, finden Sie den Zahn.
- Voraussetzung für ein gutes Einheilen des Zahns ist der Transport in feuchter Umgebung : Zum Beispiel ein Glasbehälter mit Milch oder
Wasser oder auch feuchte Tücher. Falls nicht vorhanden, soll der Patient den Zahn in den Mund nehmen, aber Vorsicht, nicht herunterschlucken! - Fahren Sie zum nächsten Zahnarzt /Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.

Die Zahnrettungsbox
Ob Sportunfall, Verkehrsunfall oder “nur” die gute alte Schulhofrauferei, zahlreiche Mädchen und noch viel mehr Jungen erleiden heutzutage noch vor dem Erwachsenwerden Verletzungen an den Frontzähnen. Das kann bis zu vierstellige Eurokosten verursachen, denn ein definitiver Zahnersatz kann an den kindlichen Kiefer noch nicht angepasst werden. An diesen Schäden leiden viele auch noch im Erwachsenenalter.

Nun kann grundsätzlich ein ausgeschlagener Zahn implantiert werden, sofern dies innerhalb der ersten 30-60 Minuten erfolgt. Im Allgemeinen ist dies, wenn sich der Unfall nicht direkt vor dem Tor einer Kieferchirurgie ereignet, nicht möglich. Abhilfe kann hier die so genannte “ZAHNRETTUNGSBOX” schaffen. Sie enthält eine Nährlösung, in der ein ausgeschlagener Zahn bis zu 24 Stunden konserviert und dieser damit reimplantationsfähig erhalten werden kann.
Achtung - da die Zahnrettungsboxen eine biologische Flüssigkeit enthalten, haben sie ein Ablaufdatum. Eine „Zahnrettungsbox“ sollte in keinem Kindergarten, oder der Schulapotheke fehlen. Sportplätze und Hallen sind gut beraten, wenn auch dort eine „Zahnrettungsbox“ vorhanden ist.

Mund- zu Mund Beatmung

Minuten entscheiden

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Stromunfall, massiver Blutverlust, Unterkühlung oder ein allergischer Schock können zu einem Atem-Kreislaufstillstand führen.

„Dieser besteht, wenn ein Mensch auf äußere Reize nicht mehr situationsgerecht reagiert und weder Atmung noch Kreislauf feststellbar sind. Bei Atem-Kreislaufstillstand ist das Herz nicht mehr in der Lage, die lebenswichtigen Organe mit Blut und damit mit Sauerstoff zu versorgen". Dieser Mensch ist schutz- und hilflos.

Direkt mit Beatmung und Herzmassage beginnen.
Üben Sie das Auffinden des Pulses beim gesunden Menschen)

Atem-Kreislaufstillstand führt zum Tod, wenn nicht innerhalb weniger Minuten Beatmung und Herzdruckmassage durchgeführt werden. Wenn der Helfer am reglosen Patienten weder Atmung noch Kreislaufzeichen (husten, schlucken oder Brustkorbbewegungen) festgestellt hat, ist rasches und richtiges Reagieren gefragt. Fehlende Atmung und fehlender Kreislauf müssen ersetzt werden.

Rufen Sie um Hilfe, damit zumindest ein weiterer Helfer vorhanden ist. Sind zwei Helfer beim Patienten, so ruft einer die Rettung, der andere beginnt damit, die fehlende Atmung durch Beatmung zu ersetzen und die Herzdruckmassage durch zu führen. Schnell beengende Kleidungsstücke entfernen und die Mundhöhle inspizieren. Ev. Blut, Erbrochenes, Schleim und Zahnprothesen entfernen. Danach wird der Kopf gerade gerichtet und nach hinten überstreckt um die eventuell zurückgesunkene Zunge hochzuheben und eine freie Atmung zu ermöglichen.

Die in den letzten Jahren erfolgte wissenschaftliche Kritik an der Beatmung hat zu Veränderungen geführt. So heißt es in den neuen, aktualisierten Leitlinien des Wiederbelebungsrates, dass Ersthelfende sich auf Herzdruckmassage beschränken können, wenn sie sich vor der Beatmung scheuen. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung von 15 zu 2 auf 30 Massagen zu
2 Beatmungen erhöht worden.

Die geltenden Empfehlungen für die Wiederbelebung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Findet sich ein leblos erscheinender Patient, sollte man ihn zunächst laut ansprechen und vorsichtig schütteln. Wenn keine Reaktion kommt, gilt es um Hilfe zu rufen und dann sofort die Atemwege frei zu machen. Danach muss die Atmung durch Sehen, Hören und Fühlen überprüft werden. Ist diese in Ordnung, dann genügt die „Stabile Seitenlage“. Wirkt aber sie nicht normal, ist spätestens zu diesem Zeitpunkt unbedingt der Notruf zu verständigen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen.

Beatmung

Die Beatmung erfolgt folgendermaßen: Der Kopf des Patienten wird nach hinten überstreckt. Die Hand des Helfers die am Kopf liegt, verschließt mit Daumen und Zeigefinger die Nase des zu beatmenden. Den Unterkiefer anheben und den Mund des Patienten leicht öffnen. Normal einatmen und die Luft langsam in den Mund des Patienten blasen. Dabei wird beobachtet ob sich der Brustkorb des Patienten senkt. Nach wie Atemspenden ist mit der Herz- Druck- Massage fortzufahren.

Die Mund- zu Nase- Beatmung
erfolgt in der gleichen Weise nur dass in diesem Fall der Mund mit der Hand verschlossen wird und die Atemspende durch die Nase des Patienten erfolgt.

Beatmung und Herzdruckmassage müssen solange fortgesetzt werden bis wieder Atmung und Kreislaufzeichen zu erkennen sind, ist dies nicht vorher der Fall, dann bis zum Eintreffen der Rettung."

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