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Rautek Griff
Reanimation
Risswunde

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Rautek Griff

Wie der Verunfallte aus akuter Gefahr zu retten
und aus der Gefahrenzone zu bringen ist
Wenn Gefahren nicht beseitigt werden können, dann muss der Patient aus der Gefahrenzone gebracht werden. Dazu verwendet man die „Rautek Rettungsgriffe“

Der Rettungsgriff, auch Rautek-Rettungsgriff, Rautekgriff oder Rautek-Handgriff nach seinem Erfinder Franz Rautek, ist eine Maßnahme zur Rettung von Menschen aus Gefahr oder einem Gefahrenbereich. Die Schwerpunktlage begünstigt das Bewegen von Personen, die deutlich schwerer sind als der Helfer.

Beim Rautek-Griff greift der Helfer dem Verunglückten unter den Achseln durch und umfasst den quer vor die Brust gelegten Unterarm des Verletzten Der Patient kann dann angehoben und rückwärtsgehend, auf den Oberschenkeln des Helfers gesichert, aus einem Gefahrenbereich gezogen werden. Da die Anwendung nur aus sitzender Position möglich ist, müssen liegende Verunglückte zunächst aufgerichtet werden. Durch den Rettungsgriff können dem Patienten, insbesondere Menschen mit Osteoporose, Verletzungen wie beispielsweise Frakturen im Arm-, Schulter- und Brustbereich zugefügt werden. Daher ist die Anwendung des Rettungsgriffs nur geeignet, wenn andere sicherere Transportformen nicht möglich sind.

Reanimation

Minuten entscheiden

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Stromunfall, massiver Blutverlust, Unterkühlung oder ein allergischer Schock können zu einem Atem-Kreislaufstillstand führen.

„Dieser besteht, wenn ein Mensch auf äußere Reize nicht mehr situationsgerecht reagiert und weder Atmung noch Kreislauf feststellbar sind. Bei Atem-Kreislaufstillstand ist das Herz nicht mehr in der Lage, die lebenswichtigen Organe mit Blut und damit mit Sauerstoff zu versorgen". Dieser Mensch ist schutz- und hilflos.

Direkt mit Beatmung und Herzmassage beginnen.
Üben Sie das Auffinden des Pulses beim gesunden Menschen)

Atem-Kreislaufstillstand führt zum Tod, wenn nicht innerhalb weniger Minuten Beatmung und Herzdruckmassage durchgeführt werden. Wenn der Helfer am reglosen Patienten weder Atmung noch Kreislaufzeichen (husten, schlucken oder Brustkorbbewegungen) festgestellt hat, ist rasches und richtiges Reagieren gefragt. Fehlende Atmung und fehlender Kreislauf müssen ersetzt werden.

Rufen Sie um Hilfe, damit zumindest ein weiterer Helfer vorhanden ist. Sind zwei Helfer beim Patienten, so ruft einer die Rettung, der andere beginnt damit, die fehlende Atmung durch Beatmung zu ersetzen und die Herzdruckmassage durch zu führen. Schnell beengende Kleidungsstücke entfernen und die Mundhöhle inspizieren. Ev. Blut, Erbrochenes, Schleim und Zahnprothesen entfernen. Danach wird der Kopf gerade gerichtet und nach hinten überstreckt um die eventuell zurückgesunkene Zunge hochzuheben und eine freie Atmung zu ermöglichen.

Die in den letzten Jahren erfolgte wissenschaftliche Kritik an der Beatmung hat zu Veränderungen geführt. So heißt es in den neuen, aktualisierten Leitlinien des Wiederbelebungsrates, dass Ersthelfende sich auf Herzdruckmassage beschränken können, wenn sie sich vor der Beatmung scheuen. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung von 15 zu 2 auf 30 Massagen zu
2 Beatmungen erhöht worden.

Die geltenden Empfehlungen für die Wiederbelebung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Findet sich ein leblos erscheinender Patient, sollte man ihn zunächst laut ansprechen und vorsichtig schütteln. Wenn keine Reaktion kommt, gilt es um Hilfe zu rufen und dann sofort die Atemwege frei zu machen. Danach muss die Atmung durch Sehen, Hören und Fühlen überprüft werden. Ist diese in Ordnung, dann genügt die „Stabile Seitenlage“. Wirkt aber sie nicht normal, ist spätestens zu diesem Zeitpunkt unbedingt der Notruf zu verständigen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen.

Für die Herzdruckmassage wird der Patient auf eine harte Unterlage- am besten am Boden- gelegt. Der Helfer kniet seitlich von ihm und legt den Handballen einer Hand auf die Mitte der unteren Hälfte des Brustbeins auf, ohne mit den Fingern den Brustkorb zu berühren. Der Handballen der anderen Hand wird darüber gelegt. Bei gestreckten Armen wird nun rhythmisch ein so starker Druck auf das Brustbein ausgeübt, dass dieses vier bis sechs Zentimeter niedergedrückt wird. Der Brustkorb muss dabei gleichmäßig be- und entlastet werden. Die Handballen dürfen dabei nicht abgehoben werden. Die Herzdruckmassage ist gleichmäßig in einer Frequenz 100 Mal pro Minute durchzuführen. Es werden 30 Herzdruckmassagen durchgeführt, dann zwei Beatmungen 30 Herzdruckmassagen usw." Ist ein Defibrillator vorhanden soll dieser eingeschaltet und die Anweisungen des Gerätes befolgt werden.

Die Beatmung erfolgt folgendermaßen: Der Kopf des Patienten wird nach hinten überstreckt. Die Hand des Helfers die am Kopf liegt, verschließt mit Daumen und Zeigefinger die Nase des zu beatmenden. Den Unterkiefer anheben und den Mund des Patienten leicht öffnen. Normal einatmen und die Luft langsam in den Mund des Patienten blasen. Dabei wird beobachtet ob sich der Brustkorb des Patienten senkt. Nach wie Atemspenden ist mit der Herz- Druck- Massage fortzufahren.

Die Mund- zu Nase- Beatmung erfolgt in der gleichen Weise nur dass in diesem Fall der Mund mit der Hand verschlossen wird und die Atemspende durch die Nase des Patienten erfolgt.

Beatmung und Herzdruckmassage müssen solange fortgesetzt werden bis wieder Atmung und Kreislaufzeichen zu erkennen sind, ist dies nicht vorher der Fall, dann bis zum Eintreffen der Rettung."

Wer angesichts dieser Beschreibung glaubt, dass die Kenntnisse der „Ersten Hilfe“ nicht ausreichen, findet eine Auswahl an entsprechenden Kursen und diese sollten auch besucht werden.

Risswunden

Risswunden gehören aber je nach Größe, meist genäht, darüber entscheidet der Arzt. Notfalls einen Druckverband anlegen.
Binden Sie eine Verbandrolle mit einem Verband fest auf die Wunde. Oder rollen Sie ein Handtuch kompakt zusammen, und knoten Sie es mit einem weiteren Handtuch fest auf die Wunde. Wichtig ist, dass Druck aufgebaut wird - nicht, dass der Verband perfekt aussieht. Der Druck darf aber nicht so groß sein, dass die Durchblutung ganz unterbrochen wird. Prüfen Sie immer, ob der Puls jenseits des Verbandes tastbar ist. Wenn nicht, lockern Sie den Verband etwas.

Was tun bei Wunden?
- Wichtig: immer möglichst sauber arbeiten!
-Stillen Sie die Blutung . Die meisten Blutungen werden nach kurzer Zeit von selbst schwächer oder hören ganz auf. Kalte, feuchte Tücher (z. B. Waschlappen mit kaltem Wasser) fördern die Blutstillung und kleben nicht an der Wunde fest.
- Wenn das Blut spritzt oder pulsiert : Erst die Wunde sauber abdecken (z . B . Kompressen aus dem Verbandkasten, sauberes Handtuch), dann einen Druckverband anlegen.
siehe Wunden

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