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Zahnrettungsbox
Zahnverletzung
Zeckenkrankheit
Zeckenbiss
Zuckerkrankheit Hinweis

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Zahnrettungsbox

Ob Sportunfall, Verkehrsunfall oder “nur” die gute alte Schulhofrauferei, zahlreiche Mädchen und noch viel mehr Jungen erleiden heutzutage noch vor dem Erwachsenwerden Verletzungen an den Frontzähnen. Das kann bis zu vierstellige Eurokosten verursachen, denn ein definitiver Zahnersatz kann an den kindlichen Kiefer noch nicht angepasst werden. An diesen Schäden leiden viele auch noch im Erwachsenenalter.

Nun kann grundsätzlich ein ausgeschlagener Zahn implantiert werden, sofern dies innerhalb der ersten 30-60 Minuten erfolgt. Im Allgemeinen ist dies, wenn sich der Unfall nicht direkt vor dem Tor einer Kieferchirurgie ereignet, nicht möglich. Abhilfe kann hier die so genannte “ZAHNRETTUNGSBOX” schaffen. Sie enthält eine Nährlösung, in der ein ausgeschlagener Zahn bis zu 24 Stunden konserviert und dieser damit reimplantationsfähig erhalten werden kann.
Achtung - da die Zahnrettungsboxen eine biologische Flüssigkeit enthalten, haben sie ein Ablaufdatum. Eine „Zahnrettungsbox“ sollte in keinem Kindergarten, oder der Schulapotheke fehlen. Sportplätze und Hallen sind gut beraten, wenn auch dort eine „Zahnrettungsbox“ vorhanden ist.

Zahnverletzung

Kinder fallen häufig auf das Gesicht, da besonders kleineren Kindern
eine schnelle Abwehrreaktion mit den Armen nicht gelingt. Aber auch Erwachsene können sich nicht immer schützen. So können
Zahnverletzungen entstehen. Sie sehen eine Blutung aus der Mundhöhle. Es gibt unterschiedliche Arten von Zahnverletzungen. Die Zähne können herausfallen, herausgeschlagen werden oder in den Kiefer hineingedrückt werden. Bei Zähnen, die komplett aussehen, besteht die Möglichkeit sie wieder einzusetzen, so dass die Zähne wieder einheilen können. Eine Kieferverletzung kann durch einen Sturz auf das Kinn entstehen. Der Patient klagt über Schmerzen beim Mund öffnen oder ist nicht in der Lage, den Mund vollständig zu öffnen.

Was tun bei Zahn- oder Kieferverletzungen?
Fordern Sie den Verunglückten auf, den Mund weit zu öffnen. Klagt er dabei über Schmerzen oder ist er nicht in der Lage, den Mund ganz zu öffnen?
- Schauen Sie sich Verletzungen in der Mundhöhle genau an: Fehlt ein Stück eines Zahnes oder ein ganzer Zahn?
- Wenn ja, finden Sie den Zahn.
- Voraussetzung für ein gutes Einheilen des Zahns ist der Transport in feuchter Umgebung : Zum Beispiel ein Glasbehälter mit Milch oder Wasser oder auch feuchte Tücher. Falls nicht vorhanden, soll der Patient den Zahn in den Mund nehmen, aber Vorsicht, nicht herunterschlucken! - Fahren Sie zum nächsten Zahnarzt /Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf.

Zeckenbiss

Diese werden oft gar nicht bemerkt - Zecken können sich z. B. auf der Kopfhaut längere Zeit festsetzen, ohne dass es bemerkt wird. In manchen Gebieten Österreichs tragen Zecken gefährliche Erreger, die sie auf den Menschen übertragen können. Manchmal treten dadurch verursachte Krankheiten erst viel später auf, so dass sie nicht mehr mit dem Zeckenstich in Verbindung gebracht werden. Die bräunlich-schwarze Zecke steckt mit dem Körper nach außen in der Haut, der Kopf ist in die Haut eingegraben. Je länger die Zecke schon Blut saugen konnte, desto größer ist ihr Körper. Zeckenleiber sind darum manchmal nur so groß wie ein Stecknadelkopf und manchmal so groß wie eine Erbse. Wenn Sie nicht darin geübt sind, sollten Sie die Entfernung der Zecke einem Arzt überlassen. Bei unsachgemäßer Entfernung kann der Kopf der Zecke in der Haut stecken bleiben, die Wunde kann sich entzünden Notieren Sie Datum und Körperstelle des Zeckenbisses.

Zeckenkrankheiten - ein Überblick
Europäische Zecken übertragen hauptsächlich zwei Erkrankungen, die Frühsommer- Meningo- Enzephalitis (FSME) und die Borreliose (Lyme-Krankheit). Gegen Borreliose existiert derzeit noch kein Impfschutz, allerdings kann diese bakterielle Infektion gut mit Antibiotika behandelt werden. Genau umgekehrt verhält sich die Situation bei der FSME: Sie wird von Viren ausgelöst, eine Therapie mit Antibiotika wäre folglich wirkungslos. Dafür kann der Krankheit mit einer Impfung vorgebeugt werden.

Die Frühsommer- Meningo- Enzephalitis (FSME)
FSME ist eine Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird - eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Ansteckung kann in der gesamten warmen Jahreszeit stattfinden. FSME- Viren kommen allerdings nur bis etwa 1.500 Metern Seehöhe vor, in denen die mittlere Jahrestemperatur über 8°C liegt.
Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Stich einer infizierten Zecke zu erkranken, ist hoch. Allerdings ist selbst in Gebieten mit hoher Durchseuchung selten mehr als eine von 200 Zecken mit FSME- Viren infiziert. Die Zeit zwischen Zeckenstich und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) liegt zwischen zwei und 28 Tagen.

Borreliose, die zweite Zeckenkrankheit, wird durch Bakterien ausgelöst. In Europa gibt es gegen diese Erkrankung noch keine Impfung, allerdings kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Insbesondere Geimpfte fühlen sich vor Zeckenkrankheiten oft in absoluter Sicherheit, zu Unrecht, denn Borreliose ist deutlich häufiger als FSME. Es wird angenommen, dass bis zu 50 Prozent aller Zecken das Bakterium in sich tragen und auf den Menschen übertragen können.

Die drei Phasen der Borreliose
Drei Tage bis vier Wochen nach dem Zeckenstich entsteht an der betreffenden Stelle der Haut eine Rötung, deren Durchmesser sich auf bis zu zehn Zentimeter vergrößert. Bei weiterer Ausdehnung blasst die Rötung in der Mitte ab und es entsteht ein roter Ring. Diese Haut-erscheinung kann sich noch lange weiter ausdehnen und "herumwandern", aber auch spontan ausheilen.

Später kann es zu einer diffusen Rötung der Haut mit allgemeinen Beschwerden wie Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen sowie einer Bindehautentzündung, Lymphknoten-Schwellungen am ganzen Körper und Nervenentzündungen kommen.

Bei der chronischen Erkrankung bestehen Gelenksbeschwerden, Nervenentzündungen sowie bläuliche Verfärbung der Haut, Pigmentflecken, dünne und durchsichtige Haut. Unbehandelt bleibt die Krankheit über Jahre bestehen.

In jedem Stadium ist die Erkrankung mit ärztlich verordneten Antibiotika behandelbar. Je später die Behandlung einsetzt, umso wahrscheinlicher sind Dauerschäden.

Ob geimpft oder ungeimpft: Kontrollieren Sie die Biss-Stelle bis zu vier Wochen lang täglich und suchen Sie einen Arzt auf, falls Rötungen oder Haut - Veränderungen auftreten.

Beschwerden und Krankheitsverlauf
Bei 30 bis 40 Prozent der Infizierten kommt es tatsächlich zur Erkrankung, die typischerweise in zwei Phasen verläuft: Zunächst setzt eine grippeähnliche Phase mit hohem Fieber ein, nach dem Abklingen kommt es bei fast einem Drittel der Infizierten zur zweiten Phase, deren wichtigste Verlaufsart die Meningoenzephalitis darstellt, eine Entzündung des Gehirns und der Gehirnhäute. Es kann aber auch der Herzmuskel oder die Leber von einer Entzündung betroffen sein.

Die Meningoenzephalitis ist eine ausgesprochen gefährliche Erkrankung: Ein bis zwei Prozent der Patienten sterben, drei bis elf Prozent haben bleibende Schäden wie Lähmungen und viele Betroffene brauchen sehr lange, um sich zu erholen, zeigen häufige Kopfschmerzen oder Migräneanfälle. Mediziner haben beobachtet, dass die Krankheit meist umso schwerer verläuft, je älter der Patient ist.

Behandlung
Wie bei den meisten anderen Viruskrankheiten existiert auch hier keine spezifische Behandlung. Lediglich die Symptome können gelindert werden, ohne die Ursache (das FSME- Virus) zu bekämpfen. Vorbeugung durch Impfung ist die einzige Waffe gegen das Virus. Um einen sicheren Impfschutz zu gewährleisten, sind mehrere Impfungen notwendig.

Die Vorgehensweise nach einem Zeckenstich

Entfernen der Zecke

Entfernen Sie die Zecke möglichst rasch. Man weiß heute, dass das langsame Abtöten (Drehen im Uhrzeigersinn, Öl auf die Zecke etc.) vor allem die Einschwemmung von Erregern fördert. Am besten zieht man mit einer Pinzette kurz am Körper der Zecke an. In der Regel lässt sie dabei von selbst los. Achten Sie darauf, die Zecke nicht am Rumpf zu fassen und sie dabei nicht zu quetschen - ansonsten geraten dadurch vermehrt Borrelien aus dem Magen-Darm-Trakt der Zecke in die Wunde.

Vorgehen bei Ungeimpften nach einem Zeckenbiss
Wenn Ungeimpfte gebissen werden, ist es für eine Impfung als Schutzmaßnahme gegen eine FSME- Infektion durch die gerade entfernte Zecke leider zu spät. Eine passive Immunisierung durch Gabe von Antikörpern gegen FSME ist nicht mehr empfohlen.
Vier Wochen nach dem Stich kann die FSME- Impfung durchgeführt werden, um bei zukünftigen Zeckenstichen geschützt zu sein.

Zuckerkrankheit Hinweis

Wenn Sie bei einer Ihnen unbekannten Person „Erste Hilfe“ leisten und der Betroffene kann nicht antworten, oder ist bewusstlos, untersuchen Sie seine Taschen. (Bei Verdacht auf Drogenmissbrauch auf Spritzen achten) Medikamente, Dosieraerosole, Insulin- Pen geben Aufschluss über den Patienten. Vielleicht finden Sie auch Hinweise auf einen Arzt- oder Krankenhaustermin oder einen Notfallausweis der auf eine Allergie, auf Zuckerkrankheit, eine Herzkrankheit oder Epilepsie hinweist. Eine Notfall – Kette oder Armband, sowie ein „SOS Talisman“ können weitere wichtige Hinweise auf die Art des Notfalles sein. Geben Sie diese Warnhinweise an den Rettungsdienst weiter.

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