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Intimpflege – so macht man es richtig

Unsere Ansprüche an Sauberkeit und Reinheit gerade im Intimbereich sind heutzutage äußerst hoch. So gerade eben sauber, das reicht uns nicht mehr. Wir wollen die perfekte Sauberkeit, die duftende Makellosigkeit. Hierfür reinigt man sich mittlerweile oft mehrfach am Tag, viele waschen sich öfter täglich, man benutzt feuchte Tücher, Intimspray und feines Toilettenpapier.
Alles, damit man sich im Intimbereich sauber und rein fühlt. Das ist durchaus verständlich, führt aber leider sehr oft zu juckenden, brennenden und entzündeten Hautveränderungen, die ohne medizinische Behandlung nicht mehr ausheilen. Diese soll Ihnen eine kurze Einführung in eine medizinisch empfohlene Intimpflege geben, damit Sie Ihren Intimbereich möglichst schonend reinigen und vor schädlichen Einflüssen schützen.


So macht es die Natur …

Unser Darm beherbergt eine ganze Menge Bakterien und auch verschiedene Pilzarten. Das ist ganz normal. Sie dienen vor allem der Verdauung unserer Nahrung oder sind harmlose Darmbewohner. Bei jeder Darmentleerung wird die Region um unseren Darmausgang herum auch mit Darmkeimen – also Bakterien und Pilzen - verunreinigt. Damit diese Keime nicht zu einer Infektion von Scheide und Harnröhre führen, scheiden die Talgdrüsen der Haut auch im äußeren Intimbereich eine dünne fettende Schutzschicht aus. Bakterien und Pilze haben so kaum eine Chance, sich niederzulassen und zu einer entzündlichen Veränderung zu führen.


Das machen wir …

Auch im Intimbereich gibt es unterschiedliche und somit unterschiedlich empfindliche Hauttypen. Durch die Intimpflegemaßnahmen, die wir tagtäglich durchführen – seien es intensive Reinigungen mit Wasser und Seife, seien es mechanisch stark reizende Reinigungsprozeduren mit Toilettenpapier oder anderen Intimpflegemitteln – zerstören wir die natürlichen Schutzmaßnahmen unseres Intimbereichs.
Der Fettfilm wird abgewaschen oder mechanisch entfernt – die Haut und Schleimhaut wird empfindlich und gereizt. Diese Gereiztheit und Überempfindlichkeit führt dann zu einem Jucken und Brennen.
Durch eine weiter verstärkte Reinigung versuchen die meisten Betroffenen, diese unangenehmen Empfindungen zu beseitigen. Leider mit dem gegenteiligen „Erfolg“. Die Haut wird immer gereizter und empfindlicher, es entstehen kleinste Schürfwunden und Entzündungen.


Reinigen in der richtigen Richtung!

Damit es nicht so weit kommt, versuchen Sie, Ihren Intimbereich schonend zu reinigen und zu pflegen. Ganz allgemein gilt: Reinigen Sie immer vom sauberen zum schmutzigen, vom weniger verschmutzten zum stärker verschmutzten Bereich hin. Anders ausgedrückt: immer von vorn nach hinten. Üblicherweise ist das bei der Frau die Richtung vom Schambein über den Harnröhrenausgang zur Scheide und dann über den Damm zum Darmausgang. Also - gleich, welchen Reinigungs- oder Pflegevorgang man durchführt: Niemals in die umgekehrte Richtung wischen!

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Empfänglich für Scheideninfektionen?
Laktobazillen schützen das mikrobielle Gleichgewicht der Scheidenflora„Es gibt Phasen im Leben einer Frau, da ist sie empfänglicher für Scheideninfektionen als in anderen Zeiten”, sagt Univ. Prof. Dr. Armin Witt, Facharzt für Frauenheilkunde und Gründer des Akutservices „Gyninfekt” (www.gyninfekt.at) in Wien. „Zum Beispiel immer bei Veränderungen der hormonellen Situation: Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft oder Menopause.” Aber auch Antibiotikatherapien oder Konfliktsituationen können dazu führen, dass das mikrobielle Gleichgewicht in der Scheide gestört ist. Die Symptome: Juckreiz, Brennen und Schmerzen im Intimbereich, oft begleitet von Ausfluss. Hier ist es sinnvoll, die Scheidenflora mit Laktobazillen zu unterstützen: Diese guten Bazillen besetzen die Scheidenwand und verdrängen viele Krankheitserreger.”

Weitere Infos: www.gesundescheide.at
oder kostenlos Broschüren & Muster,
Tel.: 01/879 99 07, 0664/408 18 19

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