K

Körper

zurück zum Alphabet

Körper

Tipps für einen gesunden Körper

1. Sonne und Solarium in Maßen


Sonne macht nicht nur gute Laune, sondern kurbelt auch die Vitamin D-Produktion an und wirkt dadurch positiv auf das Immunsystem. Doch Vorsicht, wie bei so vielem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift! Denn Sonnenlicht – vor allem die UVA-Strahlung – trägt einen wesentlichen Teil zur Hautalterung bei. „Die UV-Strahlen greifen das kollagene Bindegewebe an und verursachen Zellschäden. Die hauteigenen Reparaturmechanismen sind irgendwann erschöpft und das Resultat sind unvollständig reparierte Zellen und sichtbare Falten“, erklärt Dr. Patricia Gill-Figwer, Fachärztin für Hautkrankheiten, Venerologie und Allergien in Wien. Die so beeinträchtigten Zellen können in Folge entarten und sich zu Hautkrebs entwickeln. Dasselbe Prinzip gilt natürlich auch für die Strahlung im Solarium. Was viele nicht wissen: Nicht einmal im Schatten ist man „sicher“! Auch hier ist man dem UV-Licht bis zu 80 Prozent ausgesetzt!

2. Nicht rauchen

Um zu sehen, welchen Schaden Rauchen unserem Organismus zufügt, braucht man nicht in den Körper hineinzuschauen – es reicht meist ein Blick ins Gesicht. Denn der Griff zum Glimmstängel ist für die Haut mindestens genauso giftig wie für die Organe. Der Zigarettenrauch entzieht dem Blut nicht nur den Sauerstoff, den die Zellen brauchen, sondern bildet außerdem so genannte freie Radikale, die die kollagenen und elastischen Fasern angreifen. Besonders um die Mundpartie zeichnen sich so bei Rauchern früher und schneller Falten ab als bei Nichtrauchern. Die Gesichtskonturen erschlaffen und die Haut wirkt grau und gar nicht mehr strahlend. Durch das Rauchen ist auch die Hautdurchblutung vermindert, und es kommt zu Gefäßverengungen. Ist die Durchblutung längere Zeit gestört, kann das Gewebe sogar absterben. Ein nicht mehr gutzumachender Schaden entsteht!

3. Stress abbauen

Zuviel Stress schlägt sich nicht nur aufs Gemüt, sondern schadet auch dem Teint. Dr. Gill-Figwer erklärt, warum Sorgen zu allem Überfluss auch noch Spuren im Gesicht hinterlassen: „Die Haut und das zentrale Nervensystem bilden sich beim Menschen aus denselben Anlagen und sind eng miteinander verbunden. Darüber hinaus kommt es unter Stress zur Ausschüttung von Substanzen, die direkten Einfluss auf die Haut haben.“ Unter Stress versagen außerdem die körpereigenen Schutzschranken der Haut. So wird die Abwehrlage geschwächt, Krankheitserreger können leichter in die Haut eindringen und Infekte leichter ausbrechen. Das ist auch der Grund, warum Hautkrankheiten, die mit einer Störung des hauteigenen Immunsystems vergesellschaftet sind (z. B. Neurodermitis, Psoriasis) sich bei Stress verschlechtern.

4. Viel Frischluft tanken

Jetzt im Frühling ist frische Luft eine besondere Wohltat für die monatelang durch Heizungsluft geschundene Haut. Und der Effekt lässt sich sehen: Die Sauerstoffzirkulation im Blut wird verbessert und davon profitieren auch die Hautzellen. Hautärztin Gill-Figwer erklärt, wie frische Luft der Haut Gutes tun kann: „Sauerstoffzufuhr regt den Zellstoffwechsel an und so kann in weiterer Folge mehr Kollagen produziert werden. Die oberste Hautschicht kann sogar mehr Sauerstoff aus der Umgebung aufnehmen, als sie durch die Versorgung über die Blutgefäße erhält!“ Frischluft tanken ist also auf jeden Fall ein Geheimtipp, um müde Haut wieder so richtig munter zu machen!

5. Richtig essen

Die Haut will nicht nur von außen, sondern auch von innen umhegt und gepflegt werden. Und das erreicht man am besten mit einer ausgewogenen und „hautfreundlichen“ Ernährung, die die Haut mit den richtigen Nährstoffen zum Strahlen bringen kann. Reichlich Getreide (vor allem Hirse, die Silizium, Eisen und viele Vitamine enthält), Obst (Vitamine, Spurenelemente), Gemüse (vor allem basische Gemüse wie Kartoffeln, Gurken, Radieschen) bringen unsere Hautzellen so richtig ins Schwärmen. Ein bis zwei Mal in der Woche Fisch oder mageres Fleisch sind auch wichtig für das Aussehen, da Eiweiß in Aminosäuren zerlegt wird, die wiederum wichtig für das Immunsystem sind. Auch (die richtigen) Fette müssen auf den Speiseplan, denn ohne ungesättigte Fettsäuren können sich keine neuen Zellen bilden.

6. Genügend trinken

Ausreichend Wasser ist nicht nur ein Lebenselixier, sondern auch ein Jungbrunnen für die Haut. „Ausreichend bedeutet mindestens einen bis 1,5 Liter Wasser pro Tag“, meint die Spezialistin. So wie frische Luft benötigen die Zellen nämlich auch frisches Wasser, um den Organismus und die Haut fit und gesund zu halten. Ist der Körper mit genügend Feuchtigkeit versorgt, dankt er es mit einem rosigen Aussehen und einem strahlenden Teint. Die Haut ist straff, das Stoffwechselsystem läuft auf Hochtouren und die Niere wird in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt.

7. Ausreichend schlafen

Um die Haut jung und munter zu erhalten, ist es wichtig, ihr auch einmal eine Pause zu gönnen. Die Nachtruhe wird nämlich nicht umsonst gerne als „Schönheitsschlaf“ bezeichnet. Wichtig sind vor allem die Tiefschlafphasen, die sich während des Schlafes alle 90 Minuten mit den Traumphasen abwechseln. Hier werden Hormone ausgeschüttet, die für die Regeneration und Zellerneuerung der Haut verantwortlich sind. In die erste Tiefschlafphase fällt man 60 Minuten nach dem Schlafengehen, und zwar egal wann man zu Bett geht. In der Nacht ist die Zellteilung aber acht Mal höher als tagsüber, weshalb es sich grundsätzlich empfiehlt, den Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten.

8. Keine übertriebene Reinigung

Was zuviel ist, ist zuviel: Auch wenn man es gut meint – übertriebene Reinigung schadet der Haut. Viele Reinigungssubstanzen greifen den Säureschutzmantel der Haut an und zerstören dadurch ihre Barrierefunktion. Kann die Haut ihrer Schutz- und Abgrenzungsfunktion gegen die Umwelt nicht mehr nachkommen, haben Fremdkörper wie Bakterien und Viren (gegen die ja ursprünglich der Schutzmantel der Haut besteht) ein leichtes Spiel. Ihnen wird der Weg in den Körper erleichtert, allergene Stoffe haben die nötige Angriffsfläche und können die Haut reizen. Reinlich bedeutet nicht steril! Deshalb sollte die Körperpflege in einem angemessenen Rahmen gehalten werden, um der Haut durch falschen Ehrgeiz nicht zu schaden.

9. Seelische Belastungen bewältigen

Die Haut wird immer wieder als „Spiegel der Seele“ bezeichnet – zu Recht. Und gerade deshalb, weil sich schlechte Laune und Probleme so schlecht verbergen lassen, sollte man diese nicht einfach in sich hineinfressen, sondern lernen, sie zu lösen und zu bewältigen. Dann geht es einem auch sichtbar wieder gut und man kann auch wieder lachen!
Überhaupt ist Lachen die beste Medizin, um gut auszusehen. „Beim Lachen kommt es zur Ausschüttung von bestimmten Hormonen, den Endorphinen, die das Immunsystem stimulieren. Gleichzeitig mit der gesteigerten Produktion dieser Glückshormone, wird die Ausschüttung von Stresshormonen automatisch gedrosselt“, erklärt Patricia Gill-Figwer. Gute Laune fördert darüber hinaus auch die Ausschüttung von immunstärkenden Substanzen – was wiederum der Haut zu Gute kommt!

10. Pflegen mit Köpfchen

Bei der riesigen Auswahl an Hautpflegeprodukten ist es nicht immer leicht, das Richtige zu finden. Am besten ist es, nicht zu viel zu experimentieren, sondern sich beim Spezialisten beraten zu lassen. Hautpflege sollte nämlich immer individuell auf den eigenen Hauttyp abgestimmt sein und den individuellen Bedürfnissen entsprechen. Es gibt eine große Anzahl von ausgezeichneten Pflegeprodukten, welche auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sind. Das beste Produkt beim „falschen Hautyp“ verwendet, kann den Hautzustand verschlechtern. Oft kommt es auch zur Überpflege und damit zu Hautirritationen, die zu vermeiden sind. Lassen Sie sich vom Hautarzt bezüglich des Hauttyps beraten und stimmen Sie die Pflege darauf ab.

nach oben